Satzung

Satzung

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen

"German-Arab Scientific Forum for Environmental Studies e.V.".

Der Verein ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer VR 11851 eingetragen. Er hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck und Zielsetzung

1. Zweck der German-Arab Scientific Forum for Environmental Studies e.V. ist die Durchführung und die Förderung deutsch-arabischer Umweltstudien und Entwicklungsarbeiten. Der Satzungszweck wird unter anderem verwirklicht durch die aktive Unterstützung und Förderung der deutsch-arabischen Beziehungen in den verschiedenen Bereichen der Umweltforschung (ökologische Forschung, Umweltschutz, Umwelterziehung etc.). Der Verein ist ein Zusammenschluß von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen sowie von Einzelpersonen und Institutionen, die an der Entwicklung der deutsch-arabischen Beziehungen im Umweltbereich interessiert sind.

2. Um einen Beitrag zum globalen Umweltschutz und zur Völkerverständigung zu leisten, setzt sich der Verein für den Aufbau enger gemeinschaftlicher Beziehungen zwischen den arabischen Ländern und der Bundesrepublik Deutschland ein.

3. Aufgrund der Wasserknappheit und der begrenzten Nützgebietsfläche haben Boden- und Wasserschutz große Bedeutung für die arabische Bevölkerung. Private Haushalte, Landwirtschaft und Industrie verschmutzen zunehmend Boden und Grundwasser. Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, bemüht sich der Verein, die Bevölkerung durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu informieren und ein Umweltbewußtsein zu fördern.

4. Der Verein unterstützt und fördert die Durchführung von umwelterziehenden Maßnahmen im Unterricht an Schulen in arabischen Ländern und die Aufnahme von Umweltaspekten in die Schulordnung (z. B. Themen zum sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, Wege zur Reduzierung von Schadstoffen etc.). In diesem Zusammenhang bemüht sich der Verein um Kooperation zwischen deutschen Schulen, die schon Erfahrungen im Bereich der Umweltschutz haben, und Schulen in arabischen Ländern, die Umwelterziehungsmaßnahmen planen.

5. Der Verein unterstützt die Arbeit von gemeinnützigen Vereinen und wissenschaftlichen Instituten, die sich mit Umweltproblemen beschäftigen, durch Kontaktvermittlungen zu Unternehmen und Verbänden der jeweiligen Region. Er fördert den Know-how-Transfer sowie den Erfahrungsaustausch über Konzepte und Projekte durch öffentliche Veranstaltungen zu verschiedenen Themen im Umweltbereich.

6. Mit dem Ziel der Völkerverständigung durch Zusammenarbeit unterstützt der Verein die Entwicklung von Kooperationsprojekten und die Anfertigung von Studien im Bereich der Umweltforschung zwischen Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland und den arabischen Ländern. Zu diesen Zweck wird eine Zeitschrift vom Verein herausgeben

7. Der Verein steht als beratendes Organ für die deutschen öffentlichen Institutionen des Bundes und der Länder in ihren Entwicklungstätigkeiten im arabischen Raum zur Verfügung.

8. Ziel des Vereins ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen oder Institutionen mit ähnlichen völkerverständigenden Zielsetzungen.

§ 3 Aufgaben (Umsetzung der Ziele)

Der Verein unterstützt und fördert die deutsch-arabische Zusammenarbeit im Zusammenhang mit den verschiedenen Bereichen der Umweltforschung. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch folgende Maßnahmen:

1. Öffentliche Arbeit zur Förderung eines Umweltberwußtseins

- In der vom Verein herausgegebenen Zeitschrift, die einmal jährlich erscheint, sollen Forschungsergebnisse von deutschen und arabischen Wissenschaftler Innen aus dem Bereich der Umweltforschung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

- Zum Informationsaustausch sollen Seminare und Workshops beitragen.

- Ergänzend soll die Öffentlichkeit durch Broschüren, Zeitungsanzeigen, Rundfunk- und Fernseh-Sendungen sowie über das Internet über Forschungsergebnisse und Aktivitäten des Vereins informiert werden.


2. Projekte

Der Verein arbeitet als Träger oder Partner von Umweltprojekten in den arabischen Ländern. Vorgesehen sind unter anderem Projekte im Bereich der Umwelterziehung und des Umweltschutzes. Darüber hinaus werden Kooperationsprojekte zwischen deutschen und arabischen Umweltverbänden und Umwelt-Institutionen angestrebt. Hier sind insbesondere Projekte im Bereich des Boden- und Gewässerschutzes und der Luftreinheit geplant.

3. Beratung , Bildungsarbeit und Kontaktvermittlung.

Der Verein bietet Beratungsmöglichkeiten für einzelne Personen, Verbände und Institutionen in Fragen der Umweltforschung an. Durch Studienreisen, Seminare und Workshops betreibt der Verein Bildungsarbeit. Der Verein bemüht sich um Kontakte zu den betreffenden Institutionen in der jeweiligen Region, um die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zu erleichtern.


4. Wissenschaftler- Studenten- und Schüler-Austausch

Vorgesehen sind Studienreisen, Praktika und Forschungssaufenthalte sowie Schüleraustausch, deren Schwerpunkt die Umweltforschung bzw. die Umwelterziehung ist.

5. Einrichtungen

Zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Verein Beratungsstellen, Fortbildungseinrichtungen, Bibliothek, Datenbank oder andere für die Umsetzung der Ziele notwendige Institutionen einrichten.

§ 4 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstige Zwecke" der Abgabenordnung von 1977. Er ist dem deutschen Gesetz für Vereine unterworfen.

2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie dürfen bei ihrem Ausscheiden, bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. Ausgaben für Verwaltungsarbeiten und nötige Arbeiten zur Umsetzung der Aufgaben der Geschäftsführung sowie der Vorstände sind möglich.

5. Vorstandsmitglieder erhalten, sofern dies die Finanzlage erlaubt, eine Erstattung ihrer Unkosten nach Darlegung ihrer Auslagen und Vorlage der entsprechenden Quittungen.

6. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

7. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks muß das Vereinsvermögen der J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke übergeben werden.

§ 5 Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft

1. Anträge auf Mitgliedschaft in der German-Arab Scientific Forum for Environmental Studies e.V.sind schriftlich an den Vorstand zu richten, der über den Aufnahmeantrag innerhalb von drei Monaten entscheidet.

2. Der Vorstand des Vereins bestätigt die Mitgliedschaft durch Übersendung einer Mitgliedskarte und der Vereinsunterlagen.

3. Die Ablehnung eines Mitglieds soll im Rechenschaftsbericht des Vorstands enthalten sein.

4. Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben.

5. Die Mitglieder sind an ordnungsgemäß herbeigeführte Beschlüsse und Vereinbarungen des Vereins gebunden. Sie arbeiten an der Verwirklichung der Ziele des Vereins aktiv mit und gewähren diesem jede mögliche Unterstützung bei der Erfüllung seiner Aufgaben.


6. Die Mitgliedschaft endet, außer durch Tod,

a) durch Austritt. Dieser muß dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt werden.

b) durch Ausschluß. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Satzung verstößt oder die Gesellschaftsinteressen grob verletzt. Der Ausschluß wird vom Vorstand unter Angabe von Gründen dem Mitglied schriftlich zugestellt. Gegen den Ausschluß kann das Mitglied innerhalb von vier Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit. Während des Verfahrens ruhen sämtliche Funktionen des Mitglieds.

§ 6 Vereinsämter

1. Die Vereinsämter sind Ehrenämter.

2. Übersteigen die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß ehrenamtlicher Tätigkeit, so kann ein hauptamtlicher Geschäftsführer und unbedingt notwendiges Hilfspersonal aus den Reihen der Mitglieder bestellt werden. Für diese Kräfte dürfen keine unverhältnismäßig hohen Vergütungen ausgeworfen werden.


§ 7 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind:

a) der Vorstand

b) die ordentliche Mitgliederversammlung.

§ 8 Vorstand

1. Der Vorstand setzt sich zusammen aus

a) dem/der ersten Vorsitzenden,

b) dem/der zweiten Vorsitzenden,

c) dem/der ersten Schriftführer/in,

d) dem/der Kassenwart/in,

2. Der Vorstand wird von der ordentlichen Mitgliederversammlung gewählt. Die Wahlen erfolgen schriftlich in geheimer Abstimmung.

3. Der/die erste und der/die zweite Vorsitzende werden für die Dauer von fünf Jahren gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder für je drei Jahre.

4. Scheidet ein Mitglied des Vorstands vor Ablauf seiner Amtszeit aus, so ergänzt sich der Vorstand für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds durch Zuwahl aus der Reihe der Vereinsmitglieder.

§ 9 Geschäftsbereich des Vorstands


Der erste Vorsitzende und der zweite Vorsitzende zusammen mit dem/der Kassenwart/in sind geschäftsführende Vorstände. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich in allen Vereinsangelegenheiten (§ 26 Abs. 2 BGB), soweit erforderlich nach Maßgabe der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

§ 10 Beschlußfassung des Vorstands

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der ersten Vorsitzenden bzw. des/der die Sitzung leitenden Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 11 Aufgabe des geschäftsführenden Vorstands

1. Dem geschäftsführenden Vorstand obliegt die Umsetzung der Ziele und Gesellschaftszwecke, die Kontaktpflege und Kommunikation zu anderen, der Gesellschaft nahestehenden Institutionen und Personen.

2. Der geschäftsführende Vorstand übernimmt auch die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung.

3. Er koordiniert die Arbeit und sorgt für die nötigen Informationen zwischen den Gesellschaftsorganen.

§ 12 Ordentliche Mitgliederversammlung

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich im ersten Viertel des Jahres statt. Sie wird schriftlich einberufen. Die Einberufung muß mindestens 14 Tage vor dem Termin der Versammlung erfolgen und die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung enthalten.

2. Die Mitgliederversammlung wickelt sich nach der Geschäftsordnung ab.

§ 13 Beschlußfassung der Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung beschließt über

a) die Genehmigung der Bilanz und der Jahresrechnung,

b) die Entlastung des Vorstands,

c) die Neuwahl des Vorstands,

d) Satzungsänderungen,

e) die Festsetzung von Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträgen,

f) Anträge des Vorstands und der Mitglieder,

g) die Auflösung des Vereins.

2. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder erschienen sind. Bei der Beschlußfassung über die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit von drei Vierteln der Mitglieder erforderlich. Bleibt die einberufene Mitgliederversammlung beschlußunfähig, so ist eine neue einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Mitglieder beschlußfähig ist. Bei der Einberufung der neuen Mitgliederversammlung ist darauf hinzuweisen, daß die nächste Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig sein wird.

3. Die Beschlußfassung erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet im Falle einer Wahl das Los, in anderen Fällen die Stimme des geschäftsführenden Vorsitzenden. Bei Beschlüssen über die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins ist eine Stimmenmehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder erforderlich.

4. Über die Verhandlungen und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das von dem/der die Versammlung leitenden Vorsitzenden und dem/der ersten Schriftführer/in zu unterzeichnen ist.

§ 14 Anträge

Anträge an die Mitgliederversammlung aus der Reihe der Mitglieder sind mindestens 5 Tage vor Zusammentritt der ordentlichen Mitgliederversammlung dem Vorstand schriftlich mit kurzer Begründung einzureichen.

§ 15 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Der Vorstand kann außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Auf schriftliches Verlangen von mindestens einem Drittel aller Mitglieder muß der Vorstand unter Angabe der vorgeschlagenen Tagesordnung eine Mitgliederversammlung einberufen. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die Bestimmungen über die ordentliche Mitgliederversammlung entsprechend.

§ 16 Einsetzen von Ausschüssen

Der Vorstand ist berechtigt, zu seiner Beratung und Unterstützung beim Ablauf des Vereinsgeschehens, Ausschüsse für spezielle Aufgaben einzusetzen. In Frage kommt insbesondere ein Verwaltungs- und Finanzausschuß.

§ 17 Verwaltungs- und Finanzausschuß

Dem Verwaltungs- und Finanzausschuß gehören neben dem geschäftsführenden Vorstand die jeweils erforderliche Anzahl von sachkundigen Mitgliedern an. Sie beraten den Gesamtvorstand in finanziellen und wirtschaftlichen Fragen.

§ 18 Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins kann nur von einer satzungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung unter Einhaltung der Regeln des § 12 beschlossen werden.

2. Für den Fall der Auflösung des Vereins werden der/die erste Vorsitzende, der/die erste Schriftführer/in und der/die Kassenwart/in bzw. deren Stellvertreter/innen zu Liquidatoren ernannt. Zur Beschlußfassung der Liquidatoren ist Einstimmigkeit erforderlich. Rechte und Pflichten der Liquidatoren bestimmen sich im übrigen nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über die Liquidation (§§ 47 ff. BGB).

§ 19 Inkrafttreten der Satzung

Die vorstehende Satzung wurde von der Gründungsversammlung am 3. September 1999 beschlossen und in der Mitgliederversammlung vom 13. Jan. 2000 und vom 9. März 2000 geändert. Sie ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main seit 22.3.2000 eingetragen.